Philippe Peyron
Neue Bilder und Skulpturen
vom 7.1.-17.2.2007


Philippe Peyron - el jaguar que esta invitado
El jaguar que esta invitado

Philippe Peyron - der Bildhauer
Der Bildhauer

Philippe Peyron wird im Jahr 1948 in der Enklave du Vaucluse im Norden der Provence zwischen dem Mont Ventoux und der Lance geboren. Aufgewachsen mit seinen Urgroßeltern, erlebt er eine sehr schwere Kindheit inmitten bäuerlicher Armut. Auf diese Art in ganz besonderer Weise mit den Traditionen seiner Heimat, der Provence verbunden, lernt er als Sprache das Provenzalische. Die Jahreszeiten bestimmen das Leben der Menschen und Philippe wächst in tiefer Verbundenheit mit der Natur auf. Seit seiner frühesten Kindheit hat er Kontakt mit der Kunst. Sein Großonkel ist Maler und hält Impressionen der Provence in Landschaftsbildern fest. Philippe schaute ihm als kleiner Junge zu und bewunderte die fertigen Kunstwerke.

Auf der Ecole des Beaux Arts in Avignon studiert Philippe drei Jahre. Hier hat er Zugang zu verschiedenen Kunstformen in zahlreichen Ateliers. Ab 1969 beschäftigt er sich immer unabhängiger von der Kunstschule mit der Skulptur, denn zu dieser Zeit gab es hier noch kein Atelier für diese Kunstart. Als wahrer Autodidakt entdeckt er den Stein in seiner unterschiedlichen Beschaffenheit und Farbnuancierung. Inspiriert von seinen Erfahrungen entstehen ganz individuelle Skulpturen.

Vermehrt schafft er nun aus dem kalten und rauhen Rohmaterial sinnliche, weibliche Körper. Des weiteren entstehen Tiere, oft als Symbol für Mißstände in der Gesellschaft, auf die der Künstler sehr sensibel reagiert.

Trotz der Schönheit seiner Heimat geht Philippe immer wieder für bestimmte Zeit aus ihr weg und lebt einige Jahre in Paris und Sevilla. Kürzere Reisen und Ausstellungen führen ihn bis nach Mexiko und in die USA.

In jungen Jahren von den Grenzbeamten an der Einreise behindert, will er nach dem Fall der Mauer auch des ehemals sozialistische Deutschland kennen lernen. In den 80er Jahren hat er Kontakte nach Norddeutschland. Nun knüpft er neue im Osten und schafft im kleinen Harzstädtchen Osterwieck eine monumentale Skulptur Ulrike und Andreas und der Rest der Welt. Doch es zieht ihn immer weiter und auch an anderen Plätzen hinterläßt er sichtliche Spuren. So im Skulpturenpark in Bülzig, in der Nähe der Lutherstadt Wittenberg, wo Menschen nun La Cadiero im unverwechselbaren Stil des Künstlers anschauen können.

Seit 2000 arbeitet Philippe in den Wintermonaten in seinem Atelier in der Baumwollspinnerei in Leipzig. Im Sommer allerdings lebt er in seiner Provence, denn zu dieser Jahreszeit erscheint sie ihm in ihrer vollkommensten Schönheit.

2006 verbringt Philippe Peyron in Zentralamerika, besonders in Guatemala, Honduras, El Salvador und Mexiko. Er macht eine lange Reise durch den tropischen Wald, entdeckt dabei verschiedene Mayaruinen und immer auf der Suche nach neuer Inspiration für seine Kunst. Die vielen Farben dieser Länder, besonders seiner Bewohner und ihrer Kultur empfindet er als eine sehr große Bereicherung für seine künstlerischen Vorstellungen. In naher Zukunft hofft er nun auch Sie an seinen neuen Entdeckungen der sehr reichen Mayakultur teilhaben lassen zu können.

Ausstellungen I E-Werk